Kuhnle, Karl

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach Nr. 469

Kurzbiografie

Karl Kuhnle (Führerschein)

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach

Karl Kuhnle aus Buhlbronn war bereits im September 1914 in Lothringen und an der Somme als Landwehrmann im Einsatz. Im Sommer 1915 kämpfte er in Polen am Narew, im Mai 1916 war er in Frankreich bei Reims. Zwischen Januar 1915 und August 1915 wurde er zum Unteroffizier befördert.

Feldpostkarte, 6. September 1914

  • Absendeort: Cirey(1)
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie
  • Dienstgrad: Landwehrmann  

Werter Herr Pfarrer // Ich habe soeben Ihren Brief und // Büchlein erhalten, welches mich sehr // freute. Es freut mich immer, wenn ich // aus der Heimat etwas bekomme. // Mir geht es gut und bin noch ge= // sund. Die letzten 3 Wochen waren // sehr anstrengend, wir waren immer // im Vormarsch und Gefecht. Unsere // Komp. hat etwa 100 Mann Verluste. // Jetzt sind wir in ein besseres Gelände // abgezogen, um die Franzosen zum // angreifen zu zwingen, aber sie // greifen einfach nicht an, sonst // wären sie kaputt. Unsere vorherige // Stellung war bei Saint Dié (2). Mit Gottes // Hilfe hoffen wir auf einen baldigen // Sieg. Herzl. grüßt Sie Wehrm. Karl Kuhnle

Feldpostkarte, 17. November 1914

  • Absendeort: La Boiselle(3)
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie
  • Dienstgrad: Landwehrmann  

Werter Herr Pfarrer! // Habe gestern das neue Ge= // meindeblatt von Ihnen erhalten, // welches mich sehr freute. Es ist sehr // geschickt, wenn man weiß, wo // und bei welchem Regiment // als seine Kameraden und Be= // kannte sind. Wir sind schon seit // 29. Sept. hier in einer Stellung. // Es ist sehr schlecht Wetter wirklich, // regnerisch, kalt und windig. // Hoffentlich geht es bald weiter. Der // Ort hier ist total zusammengeschossen. // Von den Franzosen die Stellung // hier ist ungefähr 3 – 4 Kilom.vor // Albert, das ist südlich von Arras. // Ich bin Gott sei Dank immer noch // gesund und sehe der Zukunft mit // Ruhe entgegen. // Freundlich grüßt Sie Wehrm. Kuhnle

Feldpostkarte, 12. Januar 1915

  • Absendeort: -
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie
  • Dienstgrad: Landwehrmann  

Geschrieben den 12.1.1915 // Werter Herr Pfarrer! // Habe gestern die Blätter mit beigelegter Post= // karte erhalten, auch erhalte ich regel= mäßig das // Blatt „Durch Kampf zum Sieg“, welche mich sehr freuen, // besten Dank dafür. Mir geht es immer noch gut // und hoffe es auch für die Zukunft. Weihnachten // und Neujahr waren nicht sehr schön bei uns. Wir // hatten mehrere scharfe Gefechte mit den Franzosen // zu bestehen. Auch jetzt noch wollen sie immer unsere // Linie hier durchbrechen, es wird ihnen aber nicht // gelingen. Man muß auf Gott vertrauen, // dann geht die Sache schon. Herzl. Gruß // Wehrm. K. Kuhnle. 

Feldpostkarte, 10. Oktober 1915

  • Absendeort: Polen
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie
  • Dienstgrad: Unteroffizier

Lieber Herr Pfarrer! // Habe heute das Blatt „Danket dem Herrn“ und „Durch Kampf zum Sieg“ // erhalten, die mich recht freuten, // besten Dank dafür. Wir sind // zwischen Ostrolenka(4) und Lomscha(5) // am Narew(6)  ins Gefecht gekommen // und sind jetzt bereits hinter Lomscha. // Die Russen werden alle Tage ge= // schlagen und ziehen sich zurück. Ihre Dörfer stecken sie alle vorher in // Brand. Der Bewegungskrieg ist schöner // als wie der Stellungskrieg, aber // die Verpflegung ist schlechter. Sonst geht es mir noch ganz gut. // Mit herzl. Gruß // Unteroffz. K. Kuhnle

Feldpostkarte, 4. Mai 1916

  • Absendeort: Vor Reims
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie
  • Dienstgrad: Unteroffizier

Geschrieben 4.5.16 // Werter Herr Pfarrer! // Habe das Gemeindeblatt von Ihnen // erhalten, besten Dank dafür. Ich hätte Sie // gerne noch besucht, ehe ich ins Feld kam, aber // ich hatte keine Zeit mehr dazu. Wir waren // seither in Ruhe und kamen am 2.5. in // Stellung vor Reims. Die Stellung ist ziemlich ruhig und es geht uns allen gut. // Die= se Karte schreibe ich im Unterstand // bei mäßigem Artilleriefeuer. // Es grüßt Sie herzl. Uoffz. Karl Kuhnle

Feldpostkarte, 10. August 1917

  • Absendeort:  R. Reims? /li>
  • Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armee-Korps, 26. Reserve-Division, Reserve-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 7. Kompanie
  • Dienstgrad:  Unteroffizier

Geehrter Herr Pfarrer! // Ich kann Euch mitteilen, daß ich unser // wertes Gemeindeblatt erhalten und // auch lese. Es freut mich immer, wenn // ich es erhalte, weil[ich] da immer etwas // von der lieben Heimat höre. Sonst // geht es mir Gott sei Dank gut. Nun // will ich schließen in der Hoffnung // auf einen baldigen Frie= den. // Mit Gruß Uoffz. Kuhnle

1 leerer Umschlag

Adressiert an Karl Kuhnle, im Feld, 58. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, 1. Bataillon, 1. Kompanie (7)

1 Anschriftenzettel

Mit folgender Anschrift: Landwehrmann Karl Kuhnle, Reserve- Infanterie-Regiment Nr. 120, 1. Kompanie, 58. Infanterie-Division, 116. Infanterie-Brigade

Aktualisiert am: 23.07.2018